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Stefan Halbscheffel

Malerei - Zeichnung - Projekte - Workshops

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Monitorbad


Der erste Raum ist ein auf den ersten Blick konventioneller Raum, viereckig, ohne Dekoration. Die notwendigen Objekte werden hier wie Plastiken, raumbeherrschend präsentiert, letztlich aber alle dem Zweck dienend, in diesem Raum den Spiegel als zentralen Bezugspunkt zu nutzen und gleichzeitig zwingend dorthin zu führen. Alle Objekte stehen einzeln. Der eintretende Mensch wird eine weitere wichtige „Skulptur“ in diesem modernen Tempel der Sauberkeit, der Intimität und Ruhe sein. Der Spiegel als zentrales Element aber ist kein gläserner Spiegel, sondern besteht aus neun Monitoren, die den badnutzenden Menschen jeweils am Ort seiner Beschäftigung (Toilette, Dusche, Waschbecken), aufgenommen von jeweils neun Kameras, aus mehreren Positionen zeigen. Die Schaltung erfolgt so, daß nach Betreten des Bades jeweils die Kameras des benutzten Bereiches ihre Bilder auf die Monitore übermitteln und der Mensch so das zwiespältige Gefühl des Beobachtetwerdens mit dem des Beobachters gleichzeitig empfinden kann. Die allenthalben in unserer Gesellschaft auftretende Sucht zum Voyeurismus und aber auch die des Beobachtetwerdens wird hier zitiert und kann dennoch in einer beruhigenden Spielart aufgelöst werden:


»Ich bin es selbst, der ich mich beobachte«

Deshalb muß dieser Raum auch klassisch abgeschlossen werden können, damit der nutzende Mensch mit sich oder vielleicht auch mit dem seine intimen Beschäftigungen teilenden Menschen allein ist. Es ist für die Präsentation gedacht, daß der Raum von den Besuchern betreten werden muß.

Details Monitorbad


Dieses Bad wird auf einer Grundfläche von 300 x 300 cm gebaut. Der Boden wird mit Fliesen 10x15 cm gefliest, die Wände mit 10x10 cm Fliesen bis zu einer Höhe von 212 cm mit einem Fliesenspiegel versehen. Die Fliesen sind weiß, glänzend. Der Raum wird durch eine Tür mit der Breite 85 cm betreten und hat keine Fenster. An der Decke befinden sich vier 120 cm lange Leuchtstoffröhren. Die gesamte Wandkonstruktion wird in 6 cm Leichtbauweise (Gipskarton) ausgeführt. Dieser Raum soll keine Decke haben, die Leuchtstoffröhren werden lediglich an einer gekreuzten Konstruktion aufgehängt. Hinter einem der Tür gegenüberliegenden Wandausschnitt befinden sich neun Monitore sowie die zum geplanten Schaltvorgang gehörenden elektronischen Geräte (Umschalter). Bei den Monitoren handelt es sich um handelsübliche Fernsehgeräte mit einer Bilddiagonale von 37 cm. Als Kameras werden Kameramodule eingesetzt, wie sie bei Überwachungsinstallationen verwendet werden. Kameras und Monitore sind farbfähig. Die Kameraumschalter, die einen Bildwechsel ermöglichen, sind ebenfalls handelsüblich für oben genannte Installationen. Die Schaltung zwischen den einzelnen Zonen erfolgt über Bewegungsmelder. Alle Kabel verlaufen verdeckt in den Wänden oder über die Deckenkonstruktion.
Im Bad befinden sich drei Sanitärobjekte der Firma Keramag:

Dusche Duschtasse von Philippe Starck inkl. Armatur und Duschkabine
Waschbecken Keramag Preciosa 100
Toilette Keramag Courrêges, wandhängend


Alle Objekte in der Farbe weiß.
Die Armaturen werden bei Bau ausgewählt.

 

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