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Stefan Halbscheffel

Malerei - Zeichnung - Projekte - Workshops

Freie Akademie für Kunst Berlin - Private Kunstschule mit eigenem Studiengang

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Von 1979-2006 war ich Dozent und Leiter der Freien Akademie für Kunst Berlin. Diesen Namen nahm die Schule im Jahre 2002 an, vorher hatte die Einrichtung zunächst unter dem Namen Atelier Rheinstrasse und ab 1988 unter dem Namen Freie Kunstschule Berlin gearbeitet. Da nirgendwo bisher dokumentiert ist, was diese Einrichtung war und wo sich ihre außerordentliche Stellung im deutschen Ausbildungssystem fand, habe ich mich entschlossen, die Geschichte der fakb aufzuarbeiten.

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Was war die fakb?

Die Freie Akademie für Kunst Berlin war eine private Kunstschule, die mit ihrem breiten Angebot in ganz Deutschland ihresgleichen sucht. Traditionsreich und progressiv zugleich bot die fakb einen Kunstunterricht, der durch ein individuell abstufbares Belegungssystem jedes Bedürfnis befriedigte. Im Mittelpunkt stand dabei die Entfaltung des kreativen Potentials, das die Studierenden mitbringen. Dabei wurden im Kontext der aktuellen Tendenzen zeitgenössischer Kunst verschiedenste Techniken gelehrt: u.a. freies und experimentelles Zeichen, Bildhauerei, Fotografie, Siebdruck, Steinbildhauerei, Malerei, Video oder Installation. Im Rahmen des Kunst- und Projektstudiums wurde bewußt angewandte Kunst und freie künstlerische Ausdrucksformen in das Unterrichtskonzept mit einbezogen.
Die Freie Akademie für Kunst Berlin (vorher: Freie Kunstschule Berlin) existierte von 1988 bis 2006. Schulleitung: Kerstin Siehl, Geschäftsführung: Stefan Halbscheffel.

Das Angebot der fakb

Die fakb bot verschiedene Möglichkeiten Kunst zu studieren:


Studium
richtete sich an jene, die der Auseinandersetzung mit Kunst ersten Stellenwert einräumen und im Rahmen eines vierjährigen Vollzeitstudiums ihre Fähigkeiten, ihr Wissen und ihre Sensibilität für Kunst entwickeln wollten.
Zum Studiengang an der fakb.

Kurse
boten allen Interessierten die Möglichkeit einzelne Techniken und Inhalte zu vertiefen.

Akademien
waren Blockworkshops, die für alle Interessierten offen waren. Sie wurden von internationalen Künstlern geleitet und richteten sich an jene, die zu spezifischen Themen eine intensive Arbeitsphase einlegen wollten.


Was war das Besondere der fakb?

  • die Kombination aus Qualität der Lehre und intensiver individueller Betreuung hob die fakb deutlich vom Massenbetrieb an überfüllten Hochschulen ab.
  • die fakb bot mit dem Kunst- und Projektstudium eine praxisorientierte, professionelle Ausbildung an.
  • die große Bandbreite des Kursangebots befriedigte jeden Wunsch: von kleinen Stippvisiten in die Welt der Kunst, bis zum intensiven Vollzeitstudium
  • an der fakb gab es keine Altersbeschränkung. Entschieden wurde allein nach Qualität und persönlicher Motivation der Studierenden und Teilnehmer.
  • im Rahmen des Projektstudiums wurden die Studierenden angeregt zur Planung und Durchführung von interdisziplinären Projekten mit externen Kooperationspartnern. Dadurch gelang die von der Bauhausbewegung proklamierte Nähe von Kunst und Wirtschaft, von Künstler und Auftraggeber. Die Studierenden wurden optimal auf ein selbstständiges, realitätsnahes Arbeiten nach dem Studium vorbereitet.


Fächer

Malerei, Zeichnung, Akt- und Kopfzeichnen, Aktmalerei, Naturstudium, Radierung, Siebdruck, experimentelle Drucktechniken, Experimentalklassen, Steinbildhauerei, Keramische Bildhauerei, Modellieren (Kopf, Akt, Stilleben), Plastik und Zeichnen, Assemblage/Montage, Fotografie, Ölmalerei, Farbenlehre, Perspektive, Musik und Malerei, Landschaft, Land-Art, Objekt/Installation, Recht für Künstler, Betriebswirtschaft, Projektmanagement, Kunstgeschichte.

Geschichte

Die Akademie war aus dem 1979 gegründeten Atelier Rheinstrasse erwachsen, das seinen Lehrbetrieb zunächst auf Kunstkurse konzentrierte. Wegen der stetig anhaltenden Nachfrage von Kunstinteressierten wurde das Konzept nach und nach erweitert und bot seit Anfang 1995 (jetzt schon unter dem Namen Freie Kunstschule Berlin) neben der Belegung des Kurssystems die Möglichkeit, einen vierjährigen Diplom-Studiengang zu absolvieren. Die Akademie war im Sinne des §9 Landesschulgesetz Berlin als Ergänzungsschule eingetragen.
Die Tatsache, daß die Schule seit jeher ihre finanziellen Mittel aus eigener Kraft erbringen mußte und gänzlich ohne staatliche Hilfe arbeitete, ermöglichte eine freie Konzeption des Studiums, die allein an den Bedürfnissen der Studierenden und den Erfordernissen des Berufsbildes Freier Künstler orientiert war. Letzlich musste die fakb jedoch aus wirtschaftlichen Gründen Anfang 2006 geschlossen werden.

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